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Kommunalwahl 2011 - Unser Weg zum CDU-Wahlprogramm - Schritt 5:

18.05.2011

CDU Kreisparteitag im Mai: Schule und Kultur

termin Gesundheit Wahl der Ratskandidaten Wahl der Regionskandidaten Migration Schule und Kultur Umwelt und Stadtentwicklung Wahl des Kreisvorstands Soziales und Wirtschaft WAHLPROGRAMM

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Björn Thümler bei seinem Vortrag.
Ein großer Schritt auf dem Weg zum Wahlprogramm erfolgte mit der Verabschiedung der Leitanträge zu den Themen „Schule“ und „Kultur“.

Der Tagungsraum für den Kreisparteitag, das Gymnasium „Goetheschule“ stimmte die Delegierten auf die Thematik ein und bot die Kulisse für einen spannenden Abend.

Björn Thümler, der CDU-Fraktionsvorsitzende im Nds. Landtag referierte über die Bedeutung von Kultur als Wirtschafts- und Standortfaktor und gab einen Überblick über die aktuelle Landesschulpolitik.

Das gute Referat war die optimale Basis für die folgende Diskussion und die Verabschiedung der beiden Leitartikel.


Leitantrag Kultur: „Tradition und Moderne verbinden“

Kultur ist das Fundament jeder Gesellschaft und die verschiedenen Facetten kulturellen Lebens spiegeln das intellektuelle Potenzial des Menschen wider.

Die CDU-Hannover steht für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen einem vielfältigen und auch populären Kulturangebot. Hannover benötigt ein Klima der Offenheit, für traditionelle Elemente der Kulturlandschaft und auch für moderne und experimentelle Formen der Kultur.

Kulturformen für eine breite Bevölkerung attraktiver gestalten

  • Kulturszene bedarfsgerecht Fördern und Vermarkten.
  • Unterstützung von privatem Engagement wie Stiftungen und Fördervereine.

Schloss Herrenhausen

Wir bekennen uns zum Schloss Herrenhausen und freuen uns auf dieses einzigartige Projekt. Wir benötigen dringend einen Museumsentwicklungsplan für die zukünftige Ausrichtung des Hauses, damit die zukünftige Ausrichtung wissenschaftlich beraten werden kann.

Volkshochschule / Raschplatz Pavillon

  • Wir stehen zu der Volkshochschule an ihrem künftigen Standort.
  • Die Suche nach Möglichkeiten, den Raschplatz Pavillon als Ort unterschiedlichster Kulturprogramme, auch nach Nichtanbindung der Volkshochschule, weiterzuentwickeln, ist zu intensivieren.

Bibliotheken

  • Unsere Bibliotheken sind ein zentrales Bildungsangebot und aufrechtzuerhalten.
  • Neue Ausleihtechniken sowie ein Angebot neuer Medien sind konsequenter anzustreben.

Kulturgeschichte stärker fördern und vermarkten

Die kulturelle Vergangenheit unserer Landeshauptstadt weist bedeutsame Bezüge zur Gegenwart auf, weil sie in vielerlei Hinsicht unvergessliche Momente hervorgebracht hat.

Viele einzigartige Historie kann besser in Szene gesetzt werden, damit sie auf nationaler und internationaler Ebene besser vermarktet werden können. Dazu gehört eine adäquate Auferarbeitung, auch der baulichen Substanz.

Die historischen Friedhöfe sind bedeutend für unsere Stadt und sollen in die Friedhofssatzung eingebunden werden und so aufgewertet werden.

Stadtteilkulturarbeit weiter ausbauen

Die Stadtteilkultur schafft Gemeinschaft und setzt neue Impulse. Wir stehen zum ehrenamtlichen Engagement der vielen Vereine, Verbände und Gruppen. Wir stützen die bestehenden Kulturtreffs und Freizeitheime.

Wir denken an den Wiederaufbau der Bockwindmühle in Kleefeld, die Schaffung eines "Bürgerhauses" in Groß-Buchholz, einer Begegnungsstätte in der Schwarzen Heide und der dringenden Sanierung des Freizeitheimes in Stöcken.

In Linden verdient das dort ansässige Kulturzentrum Faust unser besonderes Augenmerk und eine neue Chance.

Kulturelle Vielfalt als belebendes Element

Wir stehen zur Vielfalt der Kulturen. Respektvoller Umgang und Achtung fremder Kulturen setzt die Verbundenheit zur eigenen Herkunft und das Wissen darum voraus. Religiöse und kulturelle Toleranz sind gerade für eine christliche Partei ein „Markenzeichen“.

Auseinandersetzung mit der Vergangenheit nicht scheuen

Die Erinnerungskultur ein unverzichtbares Element der kommunalen Kulturpolitik. Die Schrecken der Vergangenheit müssen transparent bleiben oder werden. Wir sind bestrebt für jedes Schicksal eine angemessene Form der Darstellung und Erinnerung zu suchen. Wir stehen zugleich für eine intensive Aufarbeitung und Auseinandersetzung mit der Geschichte. Dies gilt insbesondere im Kontext von Straßen, deren Namensgeber heute politisch kontrovers diskutiert werden. Daher lehnen wir die ständige Änderung von Straßennamen ab und ziehen sachgerechte Erklärungen und Hinweise im historischen Kontext einer scheinbaren Negierung der Geschichte vor.

PDF Datei Lesen!18.05.11 - Der komplette CDU Leitantrag zum Thema Kultur als Download.

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Zahlreiche, interessierte Zuhörer auf unserem Kreisparteitag zu den Themen Schule und Kultur.

Leitantrag Schule: „Breites Bildungsangebot: Chance für alle!“

Qualitativ hochwertige Bildungseinrichtungen in unserer Stadt sind für die Zukunftsfähigkeit Hannovers von entscheidender Bedeutung. Die Attraktivität schulischer Angebote stellt eine wichtige Voraussetzung für den Zuzug junger Familien dar und ist auch vor dem Hintergrund eines ständigen Wettbewerbs um die Ansiedlung neuer Unternehmen ein bedeutender Standortfaktor. Bildungspolitik ist die beste Sozialpolitik. Die CDU Hannover ist für eine frühestmögliche und individuelle Förderung von Kindern und Jugendlichen anhand eines ganzheitlichen Bildungsverständnisses vom Kindergarten über die Grundschulen und die weiterführenden Schulen bis hin zur beruflichen Bildung bzw. zu den universitären Angeboten ein. Hierbei dürfen Eltern nicht aus ihrer Verantwortung entlassen werden, sondern sie sollten unterstützt werden.

Die CDU Hannover-Stadt steht für:

Ein breites Bildungsangebot

Wir stehen zum Erhalt des begabungsgerechten, differenzierten und gegliederten Schulwesens, dass die individuellen Stärken und Schwächen der Schülerinnen und Schüler berücksichtigt und die Jugendlichen zur Verbesserung ihrer Fähigkeiten fördert und fordert. Angebotsschulen ergänzen dieses Regelsystem und machen es vielfältig.

Grundschule

Die Grundschule ist für die weitere Entwicklung eines Kindes von größter Bedeutung. Grundschulen sollen bestehen bleiben, sie sind wohnortnah vorzuhalten. Eine Zusammenarbeit mit anderen Institutionen des Stadtteils ist anzustreben.

Ganztagsschulen

Langfristig sollen alle Schulen im Bereich der Landeshauptstadt Hannover als offene oder teilgebundene Ganztagsschulen geführt werden können, was die Vereinbarkeit von Familie und Beruf unterstützt. Die Stadt Hannover wird aufgefordert, bei der Schulplanung entsprechende Raumprogramme umzusetzen.

Hauptschulen - Realschulen - Oberschulen

Eine Ausweitung des sozialpädagogischen Angebots und Aspekte der Berufsorientierung sind bei Haupt-, Real- und Oberschulen besonders zu berücksichtigen. Damit werden Startchancen verbessert und die Berufsfähigkeit gesteigert. Die CDU Hannover unterstützt die Einrichtung von Oberschulen. Hauptschulen und Realschulen können nach Wunsch selbstständig bleiben.

Gymnasien

Das Gymnasium ist die beliebteste Schulform in Hannover. Die Gymnasien leisten hervorragende Arbeit und stellen eine Bereicherung für unser Schulsystem dar. Zudem begrüßt und unterstützt die CDU Hannover die mögliche Schwerpunktbildung bei bestimmten Fächern. Die in Hannover eingerichteten Außenstellen sollen langfristig aufgelöst werden.

Integrierte Gesamtschulen

In der Stadt Hannover gibt es zurzeit insgesamt neun Integrierte Gesamtschulen. Sie stellen eine Bereicherung der Schullandschaft in unserer Stadt dar und sollen weiterhin als Angebotsschulen Bestand haben. Schulen in freier Trägerschaft Sie gehören zu einem vielfältigen Bildungsangebot und werden von der CDU unterstützt bzw. gefördert. Die Stadt Hannover sollte ebenfalls unterstützend wirken.

Inklusion

Eltern sollen die Wahlfreiheit haben, ob sie ihr Kind in einem Förderzentrum oder in einer Regelschule beschulen lassen wollen. Ausschlaggebend müssen immer das Wohl und die entsprechende Förderung des Kindes sein. Die Schulen sollen Konzepte entwickeln, welche Maßnahmen der Inklusion jeweils durchgeführt werden können. Die Landeshauptstadt Hannover ist gefordert, solche Maßnahmen ideell und finanziell zu unterstützen.

Bauliche Unterhaltung und Ausstattung der Schulen

Der Gebäudezustand ist bei vielen Schulen erheblich zu verbessern. Zusätzlich kommen große finanzielle Herausforderungen auf die Stadt Hannover bezüglich Ganztagsschulbetrieb und Inklusion zu. Ausreichende Raumkapazitäten sind vorzuhalten.

Die finanziellen Mittel für Lehr- und Unterrichtsmittel sind aufzustocken.

Die Ausstattung mit Computer- Hardware und -Software an allen Schulen Hannovers ist zu verbessern.

Eine regelmäßige Fortbildung muss sichergestellt werden, damit die Lehrerinnen und Lehrer auch in der Lage sind, die modernen Geräte und Programme zu bedienen.

Meldung vom 18.05.2011 18.05.11 - Der komplette CDU Leitantrag zum Thema Schule als Download.

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